Reisebericht vom Triebwagentreffen am 1.August 2017 in Koblenz

Zum 125 Jahr Jubiläum der Strecke von Koblenz via Laufenburg nach Stein-Säckingen organisierte der DSF in Koblenz ein Triebwagentreffen. Unser Team hat ebenfalls daran teilgenommen und zwar mit einem fast originalen Studenlandexpress. Formiert mit unserem BFe 1643, einem 2Kl.-Leichtstahlwagen und dem BDe 1646, welchen wir von Erstfeld ausgeliehen haben, herzlichen Dank den Erstfeldern für das zur Verfügung stellen. Wegen der noch andauernden Drehgestellrevision an unserem ABt haben wir uns für diese Variante entschieden, damit wir für die Pendelfahrten zwischen Koblenz und Laufenburg. genügend Platz zur Verfügung hatten.
Um 8:39 startete unser Zug in Winterthur Gleis 3 nach Koblenz. Die sehr spärliche Anzahl angemeldeter Fahrgäste konnte dabei ihren Sitzplatz frei wählen, einige Spontanreisende sind ebenfalls noch zugestiegen. Auf der Fahrt wurden ein feiner Kaffee und dazu ein Gipfeli serviert. Die beiden Triebfahrzeuge harmonierten mit ihrer Vielfachsteuerung einwandfrei und es gab während des ganzen Tages keine Störungen. Entlang der Strecke dann das gewohnte Bild; es standen unzählige Fotografen am Schienenrand, um unseren Doppelpendelzug zu fotografieren und ihn dann auf irgendeine Speicherkarte zu verbannen. An dieser Stelle bedanke ich mich gleich bei denjenigen, die uns ihre Bilder für unser Archiv und unsere Bildergalerie zur Verfügung stellen. Pünktlich um 10:00 sind wir in Koblenz eingetroffen, unser Lokteam des heutigen Tages; Manuela, Max und Rolf führte noch das Wegstellen des Zuges nach GL 30 durch um danach ihre Pause anzutreten.
In Koblenz konnten diverse Attraktionen auf dem Festgelände besucht werden und wir haben mit unserem Restaurant und Barbetrieb die Wartezeit für die folgende Pendelfahrt nach Laufenburg überbrückt. Es fanden in dieser Zeit viele Gespräche mit den interessierten Festbesuchern statt und wir konnten etwas Werbung für unser Team sowie Historic machen.
Dann war es soweit, wir starteten unsere Fahrt nach Laufenburg mit einem bis auf den letzten Platz besetzten Zug. Gemütlich fuhr der Zug über die Stahlbogenbrücke nach Felsenau um danach via Full, Leibstatt, Schwaderloch, Etzgen, Sulz nach unserem Tagesziel zu gelangen. Dort ein kleines Umstellmanöver mit Begegnung des Dapftriebwagens CZm ½ der Dampfgruppe Zürich nach Gleis 1 an den Perron. Dieses Manöver wurde durch Martin Ernst, unserem heutigen Zugführer geleitet und durchgeführt. Hier war wiederum unsere Bar im Einsatz. Der Präsident ging dann etwas Werbung machen bei der anwesenden Bevölkerung von Laufenburg für die Bar am Gleis 1 und siehe da, er konnte nicht nur Gäste zum Barbesuch animieren, sondern auch für die Rückfahrt nach Koblenz. Nach einer knappen Stunde Aufenthalt wurde die Rückfahrt angetreten, natürlich mit vollem Zug.
Um 16.30 sind wir dann Richtung Winterthur aufgebrochen, leider mit immer noch sehr wenigen Fahrgästen. Es war eine der Ferienzeit und dem 1.August geschuldete schwache Beteiligung aber es tat der Stimmung im Zug keinen Abbruch und wir hatten eine lustige Fahrt zurück nach Winterthur. Dort angekommen verabschiedeten wir unsere Gäste und machten uns an das Wegstellen und Remisieren des Zuges. Bei der Ankunft vor dem Depottor wurde dann kurzfristig eine Hagelsturm bedingte Pause eingelegt bevor wir die Arbeiten weiterführen konnten. Es war ein wunderschöner Ausflug durch das Studenland entlang des Rheins bis nach Laufenburg und wir freuen uns auf die nächste Reise mit unserem Team und hoffentlich ausgebuchtem Zug. Diese Herbstreise findet am 7. Oktober 2017 statt und wird mit der Be 4/6 stattfinden, weitere Details in Kürze unter Veranstaltungen

Reparatur in Erstfeld

Hallo zusammen

Ich (Heinz Russenberger) war mit Martin Hausammann in Erstfeld, um den Fehler bei der elektrischen Bremse, der Be 4/6 zu suchen.
Zusammen haben wir 2 Fehler gefunden!

Am Wendeschalter II aussen auf der Trommel mit den Steuerkontakten, da stand ein Kontakt-Finger 3 mm über der Kontakt-Bahn!!!
(Luft leitet nicht und so viel Kontaktfett hatte es auch nicht auf den Leiterbahnen und Fingern.)

Der 2. Fehler war am Wendeschalter – Kontaktteil.
Ein Kontakt-Finger hatte knapp 1 mm Luft zwischen Finger und Kontakt-Bahn. Wegen der leichten Unrundheit der Kontakt-Bahn kamen
die 2 Teile nur zeitweise zusammen und dann „bräuselte“ es massiv.
Kontakt-Finger hatte Brandlöcher, die Brandlöcher mussten „ausgefeilt“ werden
Die Kontakt-Bahn sah ebenso verschlissen aus. Nach dem Überfeilen polierte Martin beide Teile.
Neues Kontaktfett und das Ding funktioniert wieder.

Die defekte Handluftpumpe haben wir ausgewechselt!!
Martin hat einen neue Pumpe „organisiert“, die „alte“ bringt er zurück zur Reparatur.
Stromabnehmer kann nun problemlos mit der Pumpe mit 30 Hüben gehoben werden. Jedoch, nach dem Einschalten des Hauptschalters weiterpumpen
bis ca 1,5 bar im Lufttank ist.

Seite Führerstand I, bei der Laufachse wird das linke Lager warm, muss gut mit Oel „bedacht“ werden.
Mit Klistierspritze in die Löcher der Schmierfäden spritzen und zusätzlich hinter dem Rad an die Stirne des Lagers.

Das Lager muss von jedem, der mit der Lok fährt, besonders überwacht und sehr gut geölt werden!!!

Gruss
Heinz

Jahresbericht Technik

2014 war geprägt von der Umwandlung aller HISTORIC-Teams in den Status als Vereine. Die Gründung des SBB-HISTORIC – Team Winterthur als Verein und dem Erschaffen der entsprechenden Statuten stellte die Verantwortlichkeit der Mitglieder auf eine neue Basis. Was noch vor Jahren als die perfekte Lösung erachtet wurde, entpuppte sich für alle Gruppen als untragbar. Nur Rechtsgelehrte konnten dies erkennen und für die Gruppen von SBB-Historic in neue, geordnete Bahnen lenken.

Auch wurden Teamausfahrten anders geregelt und finanziell auf eine vernünftige Basis gestellt.  Die unseligen Verträge mit Railaway und Frau von Erlach, die einen Fahrzeugstillstand provozierte, wurden aufgelöst.

Für die Be 4/6 und BFe 4/4 gab es mehrheitlich Fitnessfahrten. Mehrmals konnte der Jugendzug an neue Ausstellungsorte verschoben werden.

Am 26. April 2014 fand eine Sonderausstellung auf dem ehemaligen SULZER- und SLM-Gelände statt. Nebst vielen historischen Fahrzeugen aller Art für den täglichen Bedarf neben und auf der Strasse, wurde auch Erzeugnisse der SLM für den Einsatz auf der Schiene ausgestellt. Die Be 4/6 12320 und BFe 4/4 1643 konnten ebenfalls dem breiteren Publikum gezeigt werden. Wie alle anderen Fahrzeuge waren sie in perfektem Zustand, geputzt und poliert, für jeden Fotografen ein Muss.

Zur grossen Überraschung der Fahrzeugbetreuer bekamen wir Besuch aus Tokio vom grössten Fan der Be 4/6. Er war eigens wegen dieser Ausstellung nach Winterthur angereist.

Für mich persönlich war der 18.10.2014 das wichtigste Datum. Für die Be 4/6 und alle Teammitglieder war es eine „richtige“ Fahrt. Diese verlangte von der Lok und dem Personal alles ab. Auf der Wallisrundfahrt bewies die „alte Dame“ ihre Fitness und bewältigte diese lange Fahrt ohne jegliche Störung. Technisch lief die Be 4/6 besser, als noch zu regulären Einsatzzeiten im eingeteilten Lokdienst. Die Lagererwärmungen während der Wallisrundfahrt waren alle im normalen Bereich. Die Unterschiede der Erwärmungen wurden von unserem Personal sehr gut überwacht und beherrscht. Auf dieser Fahrt konnte der Temperaturunterschied zwischen „heiss“ und „betriebswarm“ den neuen Mitgliedern am Fahrzeug gezeigt werden.

Mir imponierte der Einsatz aller Kollegen, wie sie den Zustand und die Temperaturen an und um die Lok überwachten. Beeindruckt hat mich die Genauigkeit während den Kontrollgängen und das grosse Interesse der Einzelnen bei den Erklärungen und „Nachhilfe – Minuten“.

Die Einsatzbereitschaft hat mich darin bestärkt, dass das junge Lok–Personal die Fähigkeit und das Interesse hat, der Lok den 100. Geburtstag zu ermöglichen.

Winterthur 03.05.2015
Hz. Russenberger