2014 war geprägt von der Umwandlung aller HISTORIC-Teams in den Status als Vereine. Die Gründung des SBB-HISTORIC – Team Winterthur als Verein und dem Erschaffen der entsprechenden Statuten stellte die Verantwortlichkeit der Mitglieder auf eine neue Basis. Was noch vor Jahren als die perfekte Lösung erachtet wurde, entpuppte sich für alle Gruppen als untragbar. Nur Rechtsgelehrte konnten dies erkennen und für die Gruppen von SBB-Historic in neue, geordnete Bahnen lenken.

Auch wurden Teamausfahrten anders geregelt und finanziell auf eine vernünftige Basis gestellt.  Die unseligen Verträge mit Railaway und Frau von Erlach, die einen Fahrzeugstillstand provozierte, wurden aufgelöst.

Für die Be 4/6 und BFe 4/4 gab es mehrheitlich Fitnessfahrten. Mehrmals konnte der Jugendzug an neue Ausstellungsorte verschoben werden.

Am 26. April 2014 fand eine Sonderausstellung auf dem ehemaligen SULZER- und SLM-Gelände statt. Nebst vielen historischen Fahrzeugen aller Art für den täglichen Bedarf neben und auf der Strasse, wurde auch Erzeugnisse der SLM für den Einsatz auf der Schiene ausgestellt. Die Be 4/6 12320 und BFe 4/4 1643 konnten ebenfalls dem breiteren Publikum gezeigt werden. Wie alle anderen Fahrzeuge waren sie in perfektem Zustand, geputzt und poliert, für jeden Fotografen ein Muss.

Zur grossen Überraschung der Fahrzeugbetreuer bekamen wir Besuch aus Tokio vom grössten Fan der Be 4/6. Er war eigens wegen dieser Ausstellung nach Winterthur angereist.

Für mich persönlich war der 18.10.2014 das wichtigste Datum. Für die Be 4/6 und alle Teammitglieder war es eine „richtige“ Fahrt. Diese verlangte von der Lok und dem Personal alles ab. Auf der Wallisrundfahrt bewies die „alte Dame“ ihre Fitness und bewältigte diese lange Fahrt ohne jegliche Störung. Technisch lief die Be 4/6 besser, als noch zu regulären Einsatzzeiten im eingeteilten Lokdienst. Die Lagererwärmungen während der Wallisrundfahrt waren alle im normalen Bereich. Die Unterschiede der Erwärmungen wurden von unserem Personal sehr gut überwacht und beherrscht. Auf dieser Fahrt konnte der Temperaturunterschied zwischen „heiss“ und „betriebswarm“ den neuen Mitgliedern am Fahrzeug gezeigt werden.

Mir imponierte der Einsatz aller Kollegen, wie sie den Zustand und die Temperaturen an und um die Lok überwachten. Beeindruckt hat mich die Genauigkeit während den Kontrollgängen und das grosse Interesse der Einzelnen bei den Erklärungen und „Nachhilfe – Minuten“.

Die Einsatzbereitschaft hat mich darin bestärkt, dass das junge Lok–Personal die Fähigkeit und das Interesse hat, der Lok den 100. Geburtstag zu ermöglichen.

Winterthur 03.05.2015
Hz. Russenberger

Jahresbericht Technik
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